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Neue Arten und besondere Pflanzenfunde aus Schleswig-Holstein                                08.05.2008

In dieser Rubrik werden neue und verschollen geglaubte Arten und andere besondere Funde vorgestellt, die an die Datenbank der AG Geobotanik gemeldet worden sind. Weitere Informationen und GK R/H-Werte sind dort hinterlegt.

Hinweis: Nicht die besondere fotografische Qualität einer Aufnahme zählt, sondern der Wert als Dokument. Wenn Sie einen besonderen Fund gemacht haben, melden Sie diesen bitte an die Datenbank (Kartenscan oder –Kopie mit genauem Fundort und Abschätzung der Menge nicht vergessen!) und senden Sie ein Foto an die dort angegebene Adresse (Dr. Katrin Romahn).

Neu für Schleswig-Holstein   

Großes Büchsenkraut (Lindernia dubia (L.) Pennell), gefunden im Sandkrug an der Elbe bei Lauenburg (1 Ex., am 23.09.2007 auf der
AG Geobotanik-Exkursion, G.-U. Kresken/K. Dierßen, Fotos Kresken).

Erster uns gemeldeter Nachweis:
2629/1
, Lauenburg (RZ), an der Elbe 450 m östl. Elbbrücke, 1 Ex., 16.08.1998, Rainer Steinfadt


 

 

Nordamerikanische Seide (Cuscuta campestris Yunck.) gefunden von G.-U. Kresken im Lauenburger Elbvorland.

Erster uns gemeldeter Nachweis:
2629/1, Lauenburg (RZ), NSG Elbvorland bei Lauenburg, östlich der Elbbrücke, 04.10.2004, Gerd-Uwe Kresken

 

Japanisches Liebesgras Eragrostis multicaulis STEUD.

2023/33 Itzehoe, Pflasterritzen im Gewerbegebiet am Suder Hafen, und

2022/42 Itzehoe, Edendorfer Straße, beide leg. W. Jansen in 2007, det. Prof. Hildemar Scholz, Berlin. Belege befinden sich im Herbar der BotAG Steinburg, Itzehoe

Kahle Rispenhirse (Panicum dichotomiflorum Michx.), gefunden in einem „Dauer-Maisfeld“ bei Hartenholm/SE (2026/3), am 24.08.2005, auch in 2007 noch dort. Fund und Foto: H. Thies. Belegex. im Landesherbar Universität Kiel.


 

In Einbürgerung begriffen
 

Stängelumfassendes Hellerkraut (Thlaspi perfoliatum L.), gefunden am Nord-Ostsee-Kanalufer bei Neuwittenbek/RD (1626/1, weit über 100 Ex., auf Rohboden an Kanalböschung, 01.04.2007, J. Kieckbusch/K. Romahn, Foto Kieckbusch). An diesem Wuchsort offenbar eingebürgert.

Erstnachweis
2230
, Ratzeburg, J. Schmidt 1906, nach P. Junge, in Christiansen (1953)
außerdem 1723, Rendsburg Kanalböschung, Spethmann 1942  in Christiansen (1953). Christiansen (1953) stufte die Art als unbeständig ein.


 

Verschollen geglaubt und wiedergefunden
 
Gewöhnlicher Finkensame (Neslia paniculata (L.) Desv. ssp. paniculata), gefunden an einem Wegrand an einer Baumschule bei Heidgraben/PI (2224/3, im Jahr 2000 ca. 500 Ex., abnehmend, 2007 nur noch wenige Pflanzen. Fund und Fotos V. Hahn.

Dass es so etwas noch gibt…
 

Ein Rapsfeld? Nein, ein Blütenteppich des Wasserschlauches im Hasenmoor/SE (2026/3). Fotografiert am 08.08.1994 von H. Thies. Es handelte sich hauptsächlich um den Gewöhnlichen Wasserschlauch (Utricularia vulgaris L.). Ebenfalls in der Nähe, mit wenigen Exemplaren: Der Südliche Wasserschlauch (Utricularia australis R. Br.).

 

Diverse gefährdete Ackerwildkräuter auf engstem Raum! Ein Sommerbrache-Acker bei Hamdorf /SE (2027/2) mit Lämmersalat (Arnoseris minima), Einjährigem Knäuel (Scleranthus anuus), Saathohlzahn (Galeopsis segetum), Ackerlöwenmaul (Misopates orontium) und Ackerziest (Stachys arvensis). Fotografiert von H. Thies im Juni 2006.