
Abb.
1: Gefäßpflanzenerfassung
in Schleswig-Holstein
Punktgenaue Erfassung
seltener, gefährdeter und bemerkenswerter Pflanzenarten
Punktgenaue
Daten besonders von vom Aussterben bedrohten und stark gefährdeten Arten sind
von großer Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Neben dem genauen Fundort
werden auch Parameter zu Populationsgröße und Gefährdung erfasst (näheres in
Romahn 2006). Anhand unserer Daten konnten bereits
Schwerpunkträume für den Artenschutz (sogenannte „Hotspots der Artenvielfalt“) und geeignete
Flächen für Schutzprojekte identifiziert werden (z. B. für das Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“). Im Fokus der
punktgenauen Erfassung stehen zudem diejenigen Arten, für deren Erhaltung
Schleswig-Holstein eine große Verantwortung trägt (vgl.
Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Schleswig-Holsteins, S. 95
ff.). Zudem stehen unsere Daten für wissenschaftliche Auswertungen und für
Gutachten zur Verfügung.

Abb.
2:
Für
die Erhaltung der
Stängellosen Schlüsselblume
(Primula vulgaris)
kommt Schleswig-Holstein eine besondere Verantwortung zu. Diese Art wurde
von
der AG Geobotanik schwerpunktmäßig im Jahr 2007 erfasst. Foto: Kieckbusch
Projektreihe
„Hotspots der Artenvielfalt“ |
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Pflanzenartenschutz kann nur im Rahmen eines wirksamen
Lebensraumschutzes erfolgreich sein. In FFH-Gebieten sollten daher
Management-Maßnahmen und spezielle Artenschutzmaßnahmen gezielt auf die
Erfordernisse gefährdeter Arten abgestimmt werden, und dies besonders in
solchen Gebieten, die (noch) über eine bedeutende Flora verfügen
(„Hotspots“). Daher untersucht die AG Geobotanik im Rahmen des
Artenhilfsprogrammes des Landes Schleswig-Holstein jährlich einen
solchen „Hotspot“ intensiv floristisch und vegetationskundlich und
erarbeitet Vorschläge für Management- und Artenschutzmaßnahmen. Wir wählen
hierfür gezielt Gebiete aus, deren botanischer Wert den meisten
Verantwortlichen im Naturschutz noch nicht ausreichend bekannt ist, und für
welche eine tragfähige aktuelle Datengrundlage bisher fehlt. |

Abb. 1:
Karte der Projektgebiete „Hotspots der Artenvielfalt“
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Bisherige
Projektgebiete: |
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2008:
Holmer See
Kurzartikel im
Jagd- und Artenschutzbericht 2009
S. 32-34
Projektbericht:
Romahn, K. (2008): Projektgebiet Holmer See an der Großen Breite der Schlei
- ein „Hotspot der Artenvielfalt“ in Schleswig-Holstein.-
Kooperationspartner: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche
Räume des Landes Schleswig-Holstein und AG Geobotanik. Unter Mitarbeit von:
J. J. Kieckbusch, G. -U. Kresken, M. Labischinski, H. -U. Piontkowski, M.
Weiß, D. Wiedemann.
Demnächst erscheint ein Artikel zum Holmer See in den Kieler Notizen.
2009:
St. Peter-Ording
Kurzartikel
Projektbericht:
Romahn, K. (2009): Projektgebiet Küstenlandschaft von St. Peter-Ording- ein
„Hotspot der Artenvielfalt“ in Schleswig-Holstein“.- Kooperationspartner:
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes
Schleswig-Holstein und AG Geobotanik. Unter Mitarbeit von: S. Gettner, G.
Rennekamp, G. U. Kresken, J. J. Kieckbusch, H.-U. Piontkowski, W. Jansen, E.
Horst, C. Triebstein, I. Timmermann-Trosiener und weiterer Exkursionsgäste.
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Projektgebiet 2010: Wälder im nördlichen Aukrug |
In diesem Jahr möchten wir die Waldgebiete auf der Geest im
nördlichen Aukrug untersuchen, die reich an quelligen,
feuchten Erlen-Eschen- und Eichen-Hainbuchenwäldern sind und eine vielfältige
Flora aufweisen.
Kartiertermine und weitere Einzelheiten demnächst an dieser
Stelle!

Abb. 2:
Erlen-Eschen-Wald mit großen Beständen des Wiesen-Schachtelhalms (Equisetum
pratense)
im Wald „Born“ bei Oldenhütten im nördlichen Aukrug, Foto Romahn
Regionalerhebungen
auf Raster- oder Probeflächenbasis
Verschiedene
lokale Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen in Schleswig-Holstein führen raster-
oder probeflächenbasierte Regionalerhebungen durch, bei denen alle Gefäßpflanzenarten
berücksichtigt werden. Die kartierten Regionen liegen in verschiedenen
Naturräumen und sind gleichsam „Stichproben“ für die Entwicklung der Flora in
Schleswig-Holstein. So lassen sich beispielsweise die Bestandsentwicklung
häufigerer und „mittelhäufiger“ Arten und die Ausbreitung von Neubürgern verfolgen.
Zudem lassen sich Hinweise über die Entwicklung der Artenvielfalt in der so genannten
„Normallandschaft“ ableiten. Auch innerhalb der Rasterkartierungen gilt, dass
seltene, gefährdete und bemerkenswerte Arten zusätzlich punktgenau erfasst
werden.

Abb. 3: Laufende regionale Kartierprojekte
(Rasterkartierungen) in Schleswig-Holstein
Altkreis Eckernförde, Hans-Ulrich Piontkowski
Norden des Kreises Plön,
Erik Christensen und andere
Süden des Kreises Dithmarschen, Hans-Jürgen Meints
Lauenburg/Geesthacht, Gerd-Uwe Kresken
Neu:
Kreis Steinburg,
Arbeitsgemeinschaft für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg
Neu: Kreis Pinneberg: Roland Rosseel, Christa Bosch und andere
Erfassung ausgewählter
„charakteristischer Arten“ von FFH-Lebensraumtypen
Im Rahmen einer Kooperation mit dem Land Schleswig-Holstein
werden schwerpunktmäßig bestimmte „charakteristische Arten“ von geschützten
Lebensraumtypen nach FFH-Richtlinie von Mitgliedern der AG Geobotanik gesucht.
Die Pflanzenvorkommen sollen als Hinweise auf geschützte Lebensraumtypen auch
außerhalb von FFH-Gebieten dienen und helfen, diese zu schützen. Wir zählen auf
Ihre Mithilfe. Die zu erfassenden Arten und weitere Informationen finden sich im
untenstehenden pdf-Dokument. In 2007 und 2008 lag
der Schwerpunkt auf der Erfassung von Arten der
Borstgrasrasen. 2009 wurden schwerpunktmäßig seltene Arten
basenreicher Buchenwälder (Cardamine bulbifera, Carex digitata, Hepatica
nobilis, Lathyrus vernus) sowie der Riesenschachtelhalm (Equisetum
telmateia) als Art basenreicher Quellhabitate kartiert.
Erfassung ausgewählter „Charakteristischer Arten“ nach FFH-RL

Abb.4: Die Mondraute (Botrychium lunaria),
eine charakteristische
Art der Borstgrasrasen. Foto: Kresken

Abb.5: Arbeitskarte
Verbreitung der Mondraute (Botrychium lunaria)
in Schleswig-Holstein, Stand 03/2009
Aktuell in
2010:
Erfassung weiterer seltener Waldarten
Arbeitskarten Stand Frühjahr 2010, zum Vergrößern bitte klicken!
Frühjahr 2009: Erfassung des Leberblümchens
(Hepatica nobilis),
der Finger-Segge (Carex digitata),der
Zwiebeltragenden Zahnwurz
(Cardamine bulbifera) und
der Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
als charakteristische Arten der reicheren Waldmeister-Buchenwälder!
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Abb.6: Arbeitskarte
Verbreitung des Leberblümchens
(Hepatica nobilis) in Schleswig-Holstein, Stand 03/2009 |
Leberblümchen
(Hepatica nobilis) |
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Arbeitskarte: Verbreitung
der Zwiebeltragenden Zahnwurz
(Cardamine bulbifera) in Schleswig-Holstein |
Zwiebeltragenden Zahnwurz
(Cardamine bulbifera) |
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Bitte melden: Der
Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) gilt als
charakteristische Art der Schlucht- und Hangmischwälder und ist
typischerweise am Fuße quelliger Hänge zu finden. |
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Arbeitskarte: Verbreitung
des Riesen-Schachtelhalms
in Schleswig-Holstein |
Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia) |
Ansprechpartnerin
für die Kooperationsprojekte: Katrin Romahn (s. o.)
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